Werkangaben
Interpret: Joe Beck Trio
Diese Ausgabe: Doppel-LP, Venus Records, Katalognr. VHJD-335, EAN 4580051153826
Joe Beck wurde in Philadelphia geboren und zog als Teenager nach Manhattan, wo er sechs Nächte pro Woche in einem Trio spielte. Dies gab ihm die Möglichkeit, verschiedenste Leute aus der florierenden New Yorker Musikszene kennenzulernen. Mit 18 Jahren engagierte ihn Stan Getz für die Aufnahme von „Jingles“ und 1967 nahm er mit Miles Davis auf. 1968, im Alter von 22 Jahren, wurde er Mitglied des Gil Evans Orchestra. Die Anzahl seiner musikalischen Beiträge für andere Künstler liest sich wie das „Who is Who“ der Musikszene: Louis Armstrong, Duke Ellington, Buddy Rich, Woody Herman, Miles Davis, Tommy Tedesco, John Abercrombie, Gábor Szabó, Frank Sinatra und Gloria Gaynor sind nur ein kleiner Auszug von Becks Sidemen-Producer-Diskografie. Joe Beck spielte 1974 Gitarre auf James Browns Singles und Alben. Die National Academy of Recording Arts and Sciences ehrte Beck fünf Mal mit ihrem Most Valuable Player Award. Beck nahm auch mit dem Royal Philharmonic Orchestra in London, dem Mailänder Philharmonischen Orchester in Italien und dem Pariser Streichensemble in Frankreich auf. „Brazilian Dreamin’“ wurde von Tetsuo Hara produziert, gemischt und gemastert sowie am 27. und 30. September 2005 im The Studio, New York, in Trio-Besetzung aufgenommen – mit Ira Coleman am Bass, Thierry Arpino am Schlagzeug und Gregoire Maret, der auf „And Here’s To You“ und „Falando De Amor“ die Mundharmonika beisteuert.
Die Rezension von AllMusic wirft einen treffenden Blick auf „Brazilian Dreamin’”: „Joe Beck blickt auf eine lange Karriere zurück, obwohl er nach wie vor ein Künstler ist, der mehr Anerkennung verdient. Diese Aufnahmen aus dem Jahr 2005 werden Fans des brasilianischen Jazz begeistern. Zusammen Ira Coleman und Thierry Arpino (bekannt für seine Zusammenarbeit mit dem Violinisten Jean-Luc Ponty) holt Beck mit seiner E-Gitarre das Beste aus jedem Song heraus und spielt eine Auswahl populärer Stücke von Antonio Carlos Jobim und seine eigenen, geschmackvollen Originale. Zu den Höhepunkten unter den Jobim-Interpretationen zählen das bittersüße „O Grande Amor” und das beschwingte „Felicidade”. Beck bietet auch ein einfallsreiches Samba-Arrangement von John Coltranes „Giant Steps”, das einige Wendungen enthält und in einem langsameren Tempo als üblich gespielt wird, sodass es sich beim Zuhörer einschleicht. Sehr empfehlenswert!“
Venus Records wurde 1992 in Japan von Tetsuo Hara gegründet, der zuvor als Produzent für RCA Victor tätig war. Das renommierte Label verwendet einen speziellen Mastering-Prozess namens „Hyper Magnum Sound“, der einen kraftvollen, präsenten Klang erzeugt und von Audiophilen weltweit sehr geschätzt wird. Ein kleiner Hinweis: Venus-LPs werden nur einmal gepresst. Wenn die Auflage vergriffen ist, wird der entsprechende Titel aus dem Katalog gestrichen und nicht mehr nachproduziert. Sammler sollten daher nicht allzu lange mit der Bestellung warten: Die Veröffentlichungen aus der „Venus Masterpiece Collection“ sind besonders beliebt!
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