Werkangaben
Interpret: Lee Morgan
Diese Ausgabe: UHQCD, Universal Music Japan – Jazz (UHQ), Katalognr. UCCQ -9658 UHQ
Nur zwei Monate nach der Aufnahme seines außergewöhnlichen Sextett-Albums „Cornbread“ kehrte der produktive Trompeter Lee Morgan im November 1965 mit seinem Quintett – einer zahlenmäßig kleineren, aber nicht weniger kraftvollen Formation – ins Studio von Rudy Van Gelder zurück, um „Infinity“ aufzunehmen, das aus unbekannten Gründen erst 1981 veröffentlicht wurde. Der Altsaxophonist Jackie McLean und der Schlagzeuger Billy Higgins, beide bereits auf dem Vorgängeralbum zu hören, stehen Morgan erneut zur Seite, zusammen mit dem Pianisten Larry Willis und dem Kontrabassisten Reggie Workman. Das fünf Stücke umfassende Programm, geht weit über die Tradition des Hard Bop hinaus und weist in eine noch ungeschriebene Zukunft. Vier fesselnde Originalkompositionen von Morgan und McLeans mitreißende Ballade „Portrait Of Doll“ decken ein breites Spektrum an Musikstilen ab – darunter das eindringliche Titelstück, der entspannte 6/8-Groove von „Miss Nettie B“, die komplexen, ineinander verwobenen Linien von „Growing Pains“ und der treibende Schluss-Track „Zip Code“. Die Rezension von Scott Yanow auf AllMusic lautet: „Die Musik ist zwar der Hard-Bop-Tradition verpflichtet, aber dennoch anspruchsvoll und recht knifflig; sie inspiriert die talentierten Musiker wirklich. Ein unterschätztes Juwel!“
Im Zuge der extrem populären „Blue Note 85th Anniversary Reissue Series“, präsentiert Universal Music Japan das klangliche eindrucksvolle Remastering dieses Jazz-Klassikers durch den legendären Kevin Gray, der auch für die analogen Neuauflagen von Blue Note US wie „Tone Poet“ und „Classic Vinyl“ verantwortlich ist – als limitierte Japan-UHQCD mit OBI-Stripe. Die ursprüngliche Recording-Session zu „Infinity“ fand am 16. November 1965 im Rudy Van Gelder Studio in Englewood Cliffs, New Jersey statt.
UHQCD steht für Ultimate High Quality Compact Disc und ist eine gemeinsame Entwicklung des japanischen CD-Replikationsunternehmens Memory-Tech und der Audio Quality CD Company aus Hongkong. UHQCDs werden, anders als herkömmliche CDs, nicht aus Polycarbonat gepresst, sondern aus einem Photopolymer gegossen und mit UV-Licht ausgehärtet. Zum Kratzschutz des weicheren Photopolymers wird eine weitere Schichte hochreinen Polycarbonats aufgebracht. Die Kombination ergibt eine deutlich verringerte Spiegelung des Laserlichts im Inneren der CD und einen unerreicht präzisen Kantenübergang zwischen Pits und Lands der CD. UHQCDs sind zu 100% kompatibel mit normalen CD-Spielern. Musikalisch ergibt sich ein stark an analoge Masterbänder erinnerndes Klangbild.
Während die ersten UHQCD-Serien von Universal Music Japan auf die DSD-Daten vorheriger SHM-SACD Veröffentlichungen zurück griffen, erscheinen mit zunehmender Popularität nunmehr auch Alben, die zuvor noch nicht als SHM-SACD veröffentlicht waren. Typischerweise werden die Masterbänder der Universal Archive hierzu neu in DSD konvertiert. UHQCDs sind ideal für Musikfreunde, die dem Klang der Aufnahme möglichst nahe kommen wollen, jedoch keinen SACD-Spieler besitzen.





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